Dienstag, 31. Mai 2016

Bus stop talk

Im Englischunterricht der Grundschule ist das A und O ja das Sprechen, bedeutungsvoll Kommunizieren in der Fremdsprache. 
Um die Kinder zum Englisch sprechen zu bewegen, ohne dass sie ständig nur mit mir in Frage-Antwort-Diskurs treten, sondern auch (gerade für schüchternere Schüler) in einem geschützteren, weniger stressigen Rahmen die Fremdsprache auszuprobieren, zu nutzen und wiederholt zu üben, nutze ich das Bus Stop Ritual.
Dazu hänge ich das Bushaltestellenschild an die Tafel, die Kinder stellen sich davor und formen Paare. Zusammen suchen sie sich dann eine Ecke im Zimmer, um die neue Vokabeln, Phrase, Gedicht, Lied, Rollenspiel, Dialog o.ä. zu üben. Sind sie in ihrem Paar fertig, kommen sie wieder an die Bushaltestelle und suchen sich einen neuen Gesprächspartner. Partner A steht dann also an der Haltestelle und wartet, bis er von Partner B (dem Bus) abgeholt wird :-)
Funktioniert schon ab Klasse 1 wunderbar, die Kids machen es sehr gerne, weil sie viel mehr Kontaktzeit mit der Sprache haben, sich gegenseitig helfen können. Und für mich is es wunderbar, mich zurückzuziehen und zu beobachten, zuzuhören.

Welche Rituale nutzt ihr im Englischunterricht noch um Sprechen zu üben?
Sonnige Grüße
Ann

Montag, 30. Mai 2016

Lernwörterrallye

Simple Idee um Lernwörter in Bewegung zu lernen:
Lernwörter mit Whiteboardstift (ja, ich liebe meinen Whiteboardstift sehr ;-) ) auf schön knallige, laminierte Motivpost-its (damit wieder abwischbar und öfter benutzbar) schreiben und die Kärtchen mit Blue Tack auf dem Gang (so habe ich es gemacht) im Schulgebäude oder auf dem Pausenhof verteilen. Ein AB mit der Anzahl der zu findenden Wörter oder Sätze erstellen und immer einem Pärchen mitgeben. Achtung, vorher Regeln über das Verhalten nochmal mit allen besprechen, da ja Aufsichtspflicht herrscht und es dann nicht als grob fahrlässig gilt, wenn jemand stürzt. Das Pärchen flitzt dann mit Eieruhr, dem AB und Stift bewaffnet los und versucht in der auf der Eieruhr angegebenen Zeit so viele Lernwörter/Sätze zu finden und aufzuschreiben. Klingelt die Uhr, kommen sie zurück und das nächste Pärchen darf los. Während der Zeit arbeitet der Rest der Klasse an etwas anderem.
Wer es mit Gewinner machen will, kann natürlich das Pärchen küren, dass die meisten Richtigen hat. Den Pausenhof als Ort würde ich dann wählen, wenn alle Kinder unterwegs sind und suchen und ich alle überblicken kann.
Ich nehme immer nur ein Pärchen und nicht mehrere gleichzeitig, denn a) entsteht sonst zu viel Lärm, b) Kinder behindern sich absichtlich oder aber gegenteilig, schreiben ab und c) ich habe nur eine Eieruhr ;-)
Die Kids finden es klasse, sehr motivierend und bringt Spaß und Bewegung ins Lernen.
Geht genauso gut auch mit Matheaufgaben oder Quizfragen zu den verschiedensten Themen/Fächern.

Wie übt ihr denn eure Lernwörter? Habt ihr noch abwechslungsreiche Ideen?

Wiesenforscher

Während unseres Themas "Wiese" haben wir uns mit Tieren auf der Wiese beschäftigt und wo auf der Wiese sie leben. Dazu habe ich unter anderem dieses Wiesendomino genutzt. Erschreckend wie wenige Tiere manche Kinder benennen können....
Dann ging es als Highlight auf Erkundungsgang der Wiese auf unserem Schulhof, der tollerweise viel Wiese hat. Ausgestattet mit Klemmbrett, ihrem Wiesenforscherblatt, je einer Lupe pro Pärchen und gekauften Bestimmungsbüchlein für Pflanzen und Tieren durften die Kids eine halbe Stunde losziehen, untersuchen, bestimmen und ihre Funde aufschreiben. Alle waren total bei der Sache und es kamen tolle Aufschriebe dabei heraus und die Nachbesprechung war sehr fruchtbar und ergiebig. Entdeckendes Lernen at it's best :-)

Viel Spaß beim Erkunden und sonnige Grüße!
Ann

Sonntag, 29. Mai 2016

Ferienerzählung mal anders

Nach zwei Wochen Pfingstferien (oder auch nur einem Wochenende) haben die Kinder ja immer viel zu erzählen und könnten den ganzen (Schul)Tag erzählen. Wir machen als Ritual jeden Montag in der ersten Stunde Erzählkreis, egal ob Wochenende oder Ferien. Die Kinder erzählen dann und die anderen hören wirklich brav und nahezu ruhig zu. Die Regel dabei ist, dass man nur das schönste, wichtigste Erlebnis erzählen darf (sonst säßen wir ja am nächsten Tag noch da). Und selbst mit dieser Einschränkung dauert es oft fast 40 Minuten, bis alle erzählt haben. Das ist langwierig, anstrengend und wird vor allem für Zappelphillippe schnell langweilig. 
Daher habe ich mir gedacht, wir müssen das mal etwas aufpeppen :-)


Ich habe daher 30 Fragen zu Ferien/Wochenenderlebnissen gesammelt und auf diese Kärtchen notiert. Diese werde ich dann, wenn ihr uns in unserem Stehkreis befinden, vorlesen und auf wen die Frage zutrifft, der steht auf/klatscht/dreht sich im Kreis/tritt in die Kreismitte o.ä. So kommt etwas Bewegung ins Spiel. 
Danach setzen sich immer 4 Kinder auf die 4 bereitgelegten Sitzkissen im Sitzkreis (also so wie sonst auch, nur eben nicht alle auf einmal) und dürfen sich für 5 Minuten ihre Erlebnisse erzählen. Die Eieruhr beendet das und die nächsten Vier kommen in den Kreis. Ich kann mich dazusetzen und bekomme auch mit und die Kinder haben auch mir etwas erzählen können. Während die vier Kinder leise erzählen, schreiben die anderen an ihrem Platz ihr Ferien/Wochenenderlebnis auf. Die Vorlagen dazu findet ihr in diesem Post.
Es hat auf Anhieb super funktioniert! Die vier Kinder im Kreis haben leise gesprochen, die anderen schön geschrieben und gemalt und die "Wer"-Fragen waren auch sehr aufmunternd und alle konnten sich beteiligen.

Wie gestaltet ihr denn das Berichten von Ferien/Wochenenderlebnissen?

Viel Spaß zurück in der Schule und sonnige Grüße!
Ann

Samstag, 28. Mai 2016

Übungskartei rund um das -ie

Da wir gerade das -ie thematisiert haben, das Arbeitsheft aber nicht allzu viel dazu hergab, habe ich noch eine kleine Kartei entworfen, um dies zu vertiefen. Denn momentan wird natürlich heiter alles mit -ie geschrieben, was gar keines hat ;-)
Man kann die Kartei entweder komplett bunt in A5 ausdrucken und laminieren oder natürlich schwarz-weiß als einzelne Arbeitsblattpäckchen für jeden Schüler individuell zusammenstellen.

Viel Spaß beim Üben lassen und sonnige Grüße!
Ann

Donnerstag, 26. Mai 2016

Tierischer Moosgummilernspaß

Wie ich ja kürzlich berichtet habe, war ich in England und habe da einen kleinen Schulzeugraubzug veranstaltet (zum Post). Dieser trägt nun Früchte und das ist die erste Ernte:

Ich habe mir kleine Moosgummihände und -dinos im Mehrfachpack gekauft und diese nun für meine Zwecke umfunktioniert und bearbeitet (eigentlich sind sie ja zum Basteln und Bekleben gedacht).
Die Plättchen habe ich einfach mit Klebeband beklebt und mit Edding beschriftet - dank des Klebebands ist dieser auch wieder entfernbar und ich kann immer wieder Neues draufschreiben.
Es gibt zig Möglichkeiten, was ich nun mit diesen beschreibbaren Moosgummiplättchen machen.
Die Hände nutze ich zur Wörter- und Lesearbeit für Deutsch. Man kann
  • Lernwörter üben: die Kinder lesen sie für sich oder in Paaren/Gruppen, durch umdrehen lesen und dann wieder verdeckt hinlegen (perfekt, weil man durch Moosgummi im Gegensatz zu laminiertem Papier nicht durchspickeln kann).
  • Leserennen im Klassenzimmer: Plättchen liegen auf den Tischen/im Zimmer verteilt und die Kinder müssen so viele Wörter wie möglich in einer bestimmten Zeit lesen und auf einem AB abhaken o.ä.
  • Lese-Schreib-Karussel: Die Plättchen liegen auf den Tischen (die stehen bei uns quasi im U) und die Kinder schreiben die Wörter untereinander auf ihr Whiteboard (Post dazu hier). Entweder in ihrem Tempo, oder innerhalb einer bestimmten Zeit so viele wie möglich, oder im Akkord (also immer auf ein akkustisches Signal) nach rechts weiterrutschen, egal ob fertig oder nicht.
  • "Fliegenklatschen" spielen: einer (L oder S) sagt ein Wort, zwei Kinder treten gegeneinander mit je einem Fliegenklatscher an und versuchen das richtige Wort zu finden. Die Moosgummiplättchen gehen nicht so schnell kaputt und dämpfen den Schlag auch etwas, denn die Kids hauen vor lauter Eifer ja schon immer mit ziemlicher Wucht.
  • Wortfelder auf dem Boden sortieren (hier Tiere und Nahrung, Lebesraum).
  • Quartett spielen mit Wortfeldern oder auch Reimwörtern, Wortarten usw.
  • Wörter auf der Vorderseite als Schüttelwörter notieren, auf der Rückseite die Lösung.


Die Dinos werde ich für Mathespiele nutzen, z.B. Training für Plus/Minus mit Zehnerübergang oder verliebte Zahlen. Klappt natürlich genauso für 1x1-Aufgaben.
  • Mathedinopaare: Ein Dino trägt die Rechnung, der andere das Ergebnis (umgedreht oder offen hingelegt).
  • Kopfrechentraining: Vorne steht die Aufgabe, hinten die Lösung.
  • Verliebte Dinos: verliebte Zahlen auf gleichfarbige oder gemischtfarbige Dinos mit Kontrollmuster an der Schnauze. Passt das Muster am Maul oben zusammen, wenn die Dinos sich küssen, dann stimmt die Lösung ;-).
  • Rechenkönig mit Sprecherleichterung für den Lehrer: immer einen Dino mit Lösung auf der Rückseite hochhalten, zwei Kinder versuchen zu Lösen (gleiches Prinzip wie Fliegenklatschen). Zur Kontrolle für alle wird der Dino dann umgedreht.

Fallen euch noch andere Ideen zur Verwendung der Plättchen ein? 

Viel Spaß beim Lernen und Spielen mit den Moosgummiplättchen und sonnige Grüße!
Ann

Allgemeiner Beobachtungsbogen

Da bei uns bald das große Schreiben für die Verbalbeurteilungen Ende Klasse 1 beginnt, habe ich mich mit meinen Aufzeichnungen schon einmal eingehender auseinandergesetzt, um zu sehen, wo mir noch Informationen zu einem Kind durch die Lappen gegangen sind und ob ich sie alle schon gut genug für die Beurteilung im Juli einschätzen kann, oder ob ich nochmal genauer hinsehen sollte.
Dazu habe ich meinen Beobachtungsbogen nochmals überarbeitet, etwas verfeinert und einen neuen Anstrich verpasst. 

Er ist querformatig (weil ich das so lieber mag, mehr Platz für Notizen) und bezieht sich auf die Bereiche Lernen, Arbeiten, Mitarbeit und Verhalten im Allgemeinen, nicht fächerspezifisch. Ich habe es gerne ausführlich, daher hat er auch 5 Seiten, also nicht erschrecken ;-).
Falls ihr Bedarf an solch einem Beobachtungsbogen habt - auch wenn ihr nicht alle Seiten nutzen wollt - könnt ihr ihn euch gerne herunterladen :-). Entgegen der vorherigen Überschrift kann er natürlich auch in den höheren Grundschulklassen genutzt werden.
Diesen Bogen nutze ich auch gerne für Elterngespräche.

Viel Erfolg beim Beobachten und sonnige Grüße,
Ann

Mittwoch, 25. Mai 2016

Bewegungswürfel für Zwischendurch

Es ist ja allgemein bekannt, das Bewegungspausen im Unterricht die Konzentration und damit das Lernen fördert, dem natürlichen Bewegungsdrang entgegenkommen und daher nie verkehrt sind. Zudem bringt das Spaß, lockert die Arbeitsatmosphäre und fördert die Körperwahrnehmung und Koordination.

Daher habe ich mir mehrere Bewegungswürfel erstellt mit Übungen, von denen ich bereits weiß, dass meine Klasse sie liebt. Bisher hatte ich sie nur auf Fresszetteln, jetzt schön in Würfelform.
Die Würfel nutze ich dann, wenn ich merke die Konzentrationen sinkt oder wenn am Ende der Stunde noch Zeit übrig ist, zum Fitmachen für die nächste Stunde. Außerdem sind die Würfel auch in meiner Kindertanzgruppe (Kl.1-2) der Renner.

Zwei Würfel haben normale Bewegungen aufgedruckt, wie man sie aus dem Sport zum Aufwärmen kennt, zwei Würfel tragen Figuren, die man als Bewegungen ausführen kann, also z.B. wie ein Riese = auf die Zehenspitzen gehen usw. Bei der Umsetzung sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Der fünfte Würfel trägt Zeiten von  5- 30 Sekunden, der sechste hat dann 5 - 30 Wiederholungen und der letzte Würfel ist blanko, damit ihr eure eigenen Ideen draufschreiben könnt :-)
Am Besten auf festeres Papier (120g/m² oder sogar 200 g/m²) drucken, dann geht das Kleben auch einfacher. Einfach einen Bewegungswürfel und den Zeit/Wiederholungswürfel würfeln und los geht der Spaß!

Falls ihr zu denen gehört, die nicht so gerne Würfel basteln, habe ich die gleichen Bewegungen (aus Platzgründen teilweise etwas ausformulierter als auf den Würfeln) auch auf Kärtchen geschrieben, die ihr dann ziehen (lassen) könnt.

Viel Spaß beim Bewegen und sonnige Grüße!
Ann

When in England...

Ich hatte mal wieder das Glück, einen Teil meiner Pfingstferien im schönen England verbringen zu können - und das sogar mit teilweise fast 20°C!
Und wenn ich nach England fliege, dann lasse ich immer ein bisschen Platz im Koffer, denn in England kann man neben den schönsten Leckereien aus dem Süßigkeitenregal auch wunderbar Schulkram für wenig Geld erstehen. Ich kriege da jedes Mal Glücksgefühl und Schnäppchenjägerwahn, wenn ich wieder schönes Bastelmaterial o.ä. erstehe, das es entweder bei uns gar nicht so gibt oder viel teurer wäre. Und wo finde ich diese Schätze? Im "Poundland" oder im "99p Store"- und da kosten die Dinge tatsächlich dann auch nur 1 Pfund oder eben 99p - je nach Umrechnungskurs also sehr wenig.
Diese Dinge hier habe ich zum Beispiel beim letzten Mal erstanden, einige werden euch auch in zukünftigen Posts wiederbegegnen.
Falls ihr also mal nach England kommt und einen dieser Läden seht, nutzt die Gelegenheit und schaut mal rein - ich bin mir sicher, auch der eine oder die andere unter euch wird in Kaufrausch verfallen ;-) Denn sind nicht alle Lehrer ein bisschen Jäger und Sammler/Horder?

Schöne Ferien (noch oder bald) und sonnige Grüße!
Ann

Dienstag, 24. Mai 2016

Schreibanlass Postkarte

Hier eine weitere Vorlage, um die Schüler zum Schreiben zu bewegen - Eine Postkarte mit 1./2.-Klasslinien. Die Kinder können dann von ihren Ferien berichtet oder auch einfach so imaginären oder echten Freunden oder Familienmitgliedern, Personen aus einem Buch, ehemaligen fortgezogenen Klassenkameraden oder einer Partnerklasse in anderen Städten oder sogar Ländern eine kleine Karte schreiben.
Die genauen Bestandteile einer Postkarte bzw. eines Briefes werden ja eigenlicht erst in Klasse 3 thematisiert, aber ich habe trotzdem mal noch eine OHP-Vorlage dazu erstellt, für die Eifrigen unter euch oder besonders fitte Klassen ;-)

Die Postkarte gibt es hier:
- einmal als A5 doppelt (Version 1)
- oder als A5 mit Vorderseitenvordruck auf der gleichen Seite (Version 2)
- die OHP-Vorlage mit den einzelnen Bestandteilen zum Ausschneiden und drauflegen.

Für Klasse 3:
- OHP Vorlage
- Postkarte A5
- Postkarte mit Vorderseite

Man kann natürlich auch die Version 1 einfach auf festeres Papier kopieren und dann auf der Rückseite die Ansichtsseite der Postkarte malen lassen.

Viel Spaß beim Schreiben lassen und sonnige Grüße!
Ann

Montag, 23. Mai 2016

Unser Klassenbriefkasten

Als meine Erstklässler nach ca. 15 gelernten Buchstaben so richtig in Schreiblaune kamen, habe ich mir überlegt, was ich tun kann, um das zu fördern und bei einigen auch etwas mehr herauszukitzeln. Gleichzeitig sollte es aber auch bedeutungsvoll für die Schüler sein, Spaß machen.
Und nebenher war ich gerade verstärkt daran, die Klassengemeinschaft noch stärker zu fördern. Und da dachte ich mir, ein Klassenbriefkasten wäre genau das Richtige.
Die Kids schreiben an Klassenkameraden, Lehrer und unser Klassentier und bekommen natürlich auch Antworten zurück. Das läuft mittlerweile seit 2 Monaten und die Begeisterung ist immer noch sehr hoch. Jeden Freitag in der letzten Stunde wird der Briefkasten gelehrt und die Freude ist jede Woche groß. Neben dem Briefkasten ist eine kleine Schachtel mit geschnittenen Zettelchen (oft meine Schmierzettel oder übriges Papier) in Notizzettelgröße.


Aber natürlich kann man nicht einfach einen Briefkasten hinstellen und es laufen lassen. Daher haben wir am Anfang genaue Regeln besprochen:
  1. Ich schreibe nur nette Briefe, keine Beleidigungen oder Ähnliches. Sobald gemeine Dinge im Briefkasten auftauchen, darf dieses Kind nicht mehr teilnehmen.
  2. Ich muss meinen Namen unter den Brief schreiben und den Empfänger auf den gefalteten Zettel vorne drauf, sonst kommt der Brief nicht an. Denn meine Lehrerin faltet den Brief nicht auf, um zu sehen an wen er ist - es gilt das Briefgeheimnis.
  3. Niemand öffnet den Briefkasten, außer meine Lehrerin einmal in der Woche am Freitag.
  4. Wenn ich mal keinen Brief bekomme, muss ich nicht traurig sein. Ich kann auch selbst jemandem mal schreiben, dann kommt sicher bald etwas zurück.
Bei Punkt 2 konnte ich so ganz nebenbei schon "Liebe.." und "Dein/e..." als Bestandteile eines Briefes einführen, die Kinder haben es schon total verinnerlicht und es kommen nette kleine Briefe dabei heraus. Natürlich schreiben manche noch sehr lautgetreu, aber ich biete dann an, den Brief dem Empfänger vorzulesen, wenn er Schwierigkeiten hat. Und egal wie schlecht geschrieben, Sender und Empfänger freuen sich stets gleichermaßen und sind sehr stolz.

Zu Punkt 4 lasse ich dann die Kinder, die keinen Brief an dem Tag bekommen haben, sich melden (wenn sie wollen), so dass ihre Klassenkameraden sehen können, wem sie die nächste Woche eine Freude machen können. Und das hat bisher super geklappt. Natürlich bekommen auch manche Kinder keinen Brief, aber das sind dann auch die Kinder, die selbst keinen Finger rühren bzw. sich auch so in der Klassengemeinschaft des Öfteren anderen gegenüber daneben benehmen.

Führt ihr auch einen Klassenbriefkasten oder Ähnliches?
Viele sonnige Grüße! 
Ann

Freitag, 20. Mai 2016

Vielen lieben Dank!


Ich hätte nie gedacht, dass mein Blog in so kurzer Zeit so viele liebe Besucher bekommt und bedanke mich herzlich auch für die netten Kommentare!

Weil ich in den Blog viel Herzblut, Zeit und Überlegungen hineinstecke, würde ich mich über diese lieben Kommentare und einen regen Austausch natürlich auch weiterhin furchtbar freuen :) Dazu gibt es unter anderem das Gästebuch (s. oben) für allgemeine Dinge oder natürlich die Kommentarfunktion unter jedem Post.
Ich habe noch viele spannende Materialideen für meinen Unterricht im sonnigen Klassenzimmer (und daher dann natürlich auch für den Blog) im Kopf und auch schon einige in Arbeit, auch für den Bereich Sachkunde, Englisch und Mathe sowie Klassenmanagement allgemein - ich arbeite auf Hochtouren :)

Falls ihr noch Ideen oder Wünsche habt, könnt ihr gerne unten eine Nachricht hinterlassen, und ich werde versuchen, diese umzusetzen :)

Tausende sonnige Grüße!
Ann

Wörterarbeit mit dem Whiteboard

Nachdem ich in England an einer Grundschule gearbeitet habe, bin ich ein großer Fan von den Schülerwhiteboards und Carpet time. Jedes Kind hat sein eigenes Whiteboard - spart Papier, Radiergummi, Bleistifte und Spitzerdreck und ist weniger schmierig als Folienstifte (meine Schüler haben danach immer blaue Finger..), da es ganz leicht trocken wegzuwischen ist. 
In England gibt es dann immer wieder Carpet time, während welcher sich die Kids ihr Whiteboard und Stift schnappen und auf dem Boden im Kreis oder vor dem Smartboard Aufgaben lösen und dann die Lösung hochhalten.

Leider ist das Bestellen von richtigen Whiteboards im Klassensatz in Deutschland sehr teuer. Daher habe ich einfach weißen Tonkarton glänzend laminiert und nur die Whiteboardstifte bestellt. Jedes Whiteboard trägt den Namen des Kindes, damit ich gleich sehen kann, wer seines noch nicht hat oder nicht ordentlich saubergemacht ;-).

Ich nutze das Whiteboards momentan vor allem zum Üben von Lernwörtern, Buchstaben- und Wörterdiktat und es macht den Kids unglaublich viel Spaß - plus spart das nervige Radieren/Radierdreck und zerrissene Schreibblockblätter etc. Die Schüler schreiben das von mir gesagte Wort/den Buchstaben/Satz auf und halten es hoch, wenn sie fertig sind - so sehe ich gleich, wer fertig ist, wer noch Probleme beim Schreiben oder Erhören von Lauten hat und kann direkt individuelle Rückmeldung geben.
Jedes Kind hat neben sich ein Stückchen Putzlappen liegen, mit dem dann direkt wieder weggewischt werden kann.
Außerdem habe ich auch rote Whiteboardstifte, die nutzen wir z.B. zum Schreiben in Silben oder um die Silbenkönige zu markiern.

Genauso kann man es auch für Rechenaufgaben, Quizfragen in MNK, Musik oder Englischvokabeln in Klasse 3/4 nutzen.

Viele sonnige Grüße und viel Spaß mit dem Whiteboard :-)
Ann

Donnerstag, 19. Mai 2016

Wir feiern das Buchstabenfest

Da sich in der ersten Klasse ja vieles um das Lesen, Schreiben (und Rechnen) dreht, bietet sich ein Buchstabenfest als erstes Klassenfest doch wunderbar an.
Ich habe mit meiner ersten Klasse ein solches Fest gefeiert und es war ein großer Erfolg - die Kids konnten zeigen, was sie schon können, die Eltern sehen, was sie gelernt haben und beide waren furchtbar stolz. :-)
Die meisten feiern so ein Buchstabenfest zwar, wenn die Klasse wirklich alle Buchstaben gelernt hat, ich habe es nach ca 18 Buchstaben gefeiert, da wir keine Weihnachtsfeier hatten. Die Kinder konnten trotzdem zeigen, was sie schon gelernt und die meisten kennen dann eh schon alle Buchstaben, da wir mit der Anlauttabelle parallel zum Druckschriftlehrgang arbeiten.

Falls ihr auch plant ein solches Fest zu feiern, will ich euch erzählen, wie unseres ablief:
Die Kids haben einige Gedichte, Lieder und ein Lied auf der Flöte vorgeführt. Danach haben sie sich für sich und ihre Eltern/Geschwister den Stationenlaufzettel geschnappt, auf dem jede erledigte von den 5 Stationen abgestempelt wird. Das kannten die Kinder schon von der normalen Buchstabneinführung im Unterricht. Am Ende gab es dann als Belohnung einen Schatz: Die Kinder durften sich mit elastischem Band und Plastikbuchstabenperlen ein eigenes Namenarmband machen.


Die Buchstabenstationen, die ich mir ausgesucht hatte, waren:
  • Schreiben im Sand
  • Buchstaben in der Zeitung suchen
  • Buchstaben erfühlen
  • Wörter mit Buchstabensuppe löffeln
  • Groß-, und Kleinbuchstaben sowie passendes Anlautbild finden

Weitere Möglichkeiten, gegen die ich mich aber aufgrund von Zeit und Platz entschieden hatte:
  • Buchstaben mit Gießkanne gießen
  • Buchstaben kneten
  • Buchstaben mit Steinchen (Glas oder echte Steine)
  • Buchstabenvordrucke mit entsprechendem Material bekleben (das F mit Federn, M mit Mais, Z mit Zeitung etc.)
  • mit Fingerfarben Buchstaben oder Wörter stempeln
  • mit richtigen Buchstabenstemplen Wörter stempeln

 

Die Magnetbuchstaben habe ich bei Amazon bestellt, die Stationenschilder gibt es bei IKEA, die festen Blatthüllen gibt es beim ALS-Verlag.
Die Namensperlen und das elastische Band habe ich hier und hier bestellt.

Wie feiert ihr denn euer erstes (nicht-weihnachtliches) Klassenfest? Ich bin gespannt auf tolle weitere Ideen!

Viel Spaß beim Feiern und sonnige Grüße!
Ann

Mittwoch, 18. Mai 2016

Buchstabeneinführung

Um meinen Schülern in der ersten Stunde mit dem neuen Buchstaben das Aussehen und das richtige Schreiben der Buchstaben handlungsorientiert näherzubringen und dabei möglichst alle Lerntypen anzusprechen, führe ich meine Buchstaben folgendermaßen ein (ich bin mir sicher, viele von euch machen es genauso/ähnlich)
  1. Ich lese eine Geschichte mit dem neuen Buchstaben deutlich betont vor. Dabei müssen die Kinder den neuen Buchstaben erraten und als Beweis ein Wort aus der Geschichte (später dann andere Wörter, die ihnen einfallen) nennen.
  2. Ich schreibe den Buchstaben mit Lineatur und Häuschen an die Tafel (wo wohnt der Buchstabe?) und spreche dabei die Anweisung laut mit.
  3. Die Kinder schreiben ihn mit mir in der Luft, dann auf dem Tisch und auf dem Rücken des Nachbarn nach. 
  4. Danach durchlaufen die Kids die Schreibstationen und stempeln jede Station auf ihrem Laufzettel ab. Das macht ihnen total Spaß und ich sehe, wer schon wo war und wie lange sie noch brauchen.
  5. Die letzte Station is das Schreiben des Groß- und Kleinbuchstaben an der Tafel für mich, damit ich sehe, wer es falsch macht und korrigieren kann.
  6. Anschließend holen die Schüler sich ihr Schreiblernheft und arbeiten individuell an den von mir an der Tafel angeschriebenen Seiten zum Nachspuren, Abschreiben, Hören von Lauten (An-, In- und Endlaut).
 
Die Stationen sind dabei Folgende:
  • Buchstaben kneten
  • Buchstaben im Sand (Vogelsand)  schreiben
  • Buchstaben mit Pfeiffenputzer biegen
  • Buchstaben mit dem Buchstabenpuzzle legen. Die Puzzleteile habe ich auf dem tollen Blog Krabbelwiese gefunden
  • Buchstaben an der Tafel schreiben
  • Buchstaben auf der großen Papierrolle von IKEA schreiben 

Bei den Stationen selbst geht es um die erste eigenständige Auseinandersetzung mit dem Buchstaben, wie er aussieht und wie ich ihn schreiben muss. Das war vorher vielleicht von mir nicht richtig ausgedrückt - danke für die Kommentare dazu!
Die Lautung wird zu Anfang mit der Geschichte und Wörtern daraus angeschnitten und später vertieft, u.a. auch im Schreiblernheft selbst und in weiteren Übungen mit Bildkarten usw. Außerdem haben wir ein zusätzliches Schreibheft mit bunten Linien, in dem das korrekte und saubere Schreiben des Buchstaben und passenden Wörtern noch tiefergehend geübt wird.

Wie führt ihr denn die Buchstaben ein?
Und wie übt ihr dann die Lautung der Buchstaben tiefergehend?
Ich freue mich über regen Austausch und weitere Ideen!

Liebe sonnige Grüße!

Der Geschichtenwörterturm

Nachdem mich ein Post von der Materialwiese (den Post könnt ihr hier nochmal genau lesen) dazu inspiriert hat, habe ich mir ebenfalls einen solchen Schubladenturm bei Amazon zugelegt. 

Da ich allerdings eine erste Klasse unterrichte, und wir noch nicht so weit sind, ausgefeilte Geschichten zu schreiben und mit Synonymen zu verbessern, sondern überhaupt erstmal zu lernen, wie man eine Geschichte und die Worte dazu schreibt, habe ich den Turm für mich etwas umgewandelt und erst einmal allgemeine Wortfelder erstellt, mit denen die Kids dann erste Geschichten schreiben können. 

Daher habe ich Wortfelder zu verschiedenen Überthemen erstellt und diese auf unterschiedlich formatige Kärtchen getippt, gedruckt und (natürlich) laminiert.



Märchen
Wald 
Wiese 
Farben 
Menschen/Berufe 
Wetter  
Sommer
Essen
Fahrzeuge
Weihnachten
Zootiere (neu)
Bauernhof (neu)

Einige weitere Themen (Kleidung, Gefühle, Gebäude) sind in Planung.
Habt ihr noch Wünsche? Dann einfach unten kommentieren :-)

Viel Spaß beim Geschichten schreiben und lesen lassen und sonnige Grüße!
Ann

Sonntag, 15. Mai 2016

Schreibvorlagen für Ferienberichte

Nach den Ferien lasse ich meine Erstklässler nun - wie sicherlich viele von euch auch - kleine Berichte über ihre Ferien schreiben. Auerßdem schreiben wir immer mal wieder auch ein Gedicht ab oder erfinden spannende Geschichten. Da ich diese Berichte, Gedichte und Geschichten sammle und am Ende des zweiten Schuljahres in ein Büchlein für jeden binde, kleben sie ihr Geschreibenes immer auf bunte Blätter und verzieren diese. Ich finde aber, dass immer die gleichen Zeilenformate irgendwann langweilig aussehen und deshalb habe ich ein paar Dateien entworfen, um das Ganze etwas aufzupeppen. :-)


Für den Frühling gibt es eine Tulpe.
Und für die Ferienzeit habe ich einen Koffer und eine Kamera erstellt.
Beide haben ein Klappdesign mit einer Coverseite, einer Schreibseite mit Linien und einer leeren Seite mit Rahmen für die Illustrationen zum Bericht. Die drei Blätter können dann an der Lasche aufeinandergeklebt werden.

Neu: Ein Sandeimer mit Schaufel. 

Viel Spaß beim Berichte schreiben lassen und sonnige Grüße!

Donnerstag, 12. Mai 2016

Schreibschrifthelfer


Nach den Pfingstferien beginnen wir im sonnigen Klassenzimmer und den Parallelklassen den Schreibschriftlehrgang. Wir erlernen die vereinfachte Ausangsschrift und die Kinder freuen sich schon riesig darauf - natürlich auch, weil sie nicht wissen, wie schwierig es für viele von ihnen sein wird ;-).

Da wir an unserer Schule zeitgleich noch den Druckbuchstabenlehrgang abschließen, wird bis auf eine kurze Einführung pro Buchstabe jede Woche die Schreibschrift von den Kindern in ihrem Schreibheft weitestgehend selbst erarbeitet, inklusive Wochenhausaufgabe. 

Um beim Erlernen und Schreiben den Kindern eine kleine Hilfestellung zu geben, habe ich den Kindern einen Schreibschrifthelfer erstellt. Der wird dann in ihr Schönschreibheft geklebt. Zudem werde ich ihn noch ein paar Mal farbig ausdrucken und laminieren, damit er so wie die Anlauttabelle für die Schüler immer frei zugänglich ist.

Schreibschrifthelfer farbig
Schreibschrifthelfer schwarz-weiß
Schreibschrifthelfer farbig (ausführlich)
Schreibschrifthelfer schwarz-weiß (ausführlich)

Außerdem habe ich Schilder zumAushängen im Klassenzimmer entworfen. Nach jedem erlernten Buchstaben hängen wir dann den entsprechenden Buchstaben an die Wäscheleine in unserem Klassenzimmer. Das hat sich schon beim Druckschriftlehrgang sehr bewährt. 
Schreibschrift Aushang 
 


Viele sonnige Grüße und Erfolg mit der Schreibschrift!

Sonntag, 8. Mai 2016

Lese-Schreib-Knobel

Hier habe ich mal ein kleines Knobelheftchen zum (Anlaut)Lesen und Schreiben üben erstellt. Kann gut als Differenzierung oder Puffer genutzt werden und trainiert das Lesen nach Anlauten und Schreiben auch nicht-lautgetreuer Wörter (mit Doppelkonsonant oder ie).

Es kann entweder als Büchlein zusammengetackert oder als A5 Arbeitsblätter laminiert und zur Freiarbeit mit Folienstift genutzt werden :-).
Hier könnt ihr euch den ersten Lese-Schreib-Knobel herunterladen. Ich habe einige Schreib- und Formatierungsfehler behoben.

Lese-Schreib-Knobel 1

Ich habe noch einige Ideen für weitere "Knobel" - falls ihr spezielle Ideen oder Wünsche habt, lasst es mich einfach wissen :-).

Viel Spaß beim Knobeln und sonnige Grüße!

Donnerstag, 5. Mai 2016

Individuelles Muttertagsgeschenk


Falls ihr noch schnell eine Idee für den Muttertag am Sonntag braucht, hier ein Gedicht in einem Herz und einer Hand verpackt. Inspiriert hat mich diese Idee eines englischen Blogs (thank you Tiff Keetch for the nice idea!), ich habe sie aber abgewandelt, damit sie individueller für die jeweilige Mutter wird :-).

Du brauchst:
  • rotes Tonpapier, ca. A5
  • weißes Tonpapier, ca. A5
  • normales Papier (bunt oder weiß) in Streifen (so dass das Gedicht draufpasst)
  • Schere
  • Kleber
  • Bleistift
  • ggf. Buntstifte

So geht's:
  • Kinderhand auf das weiße Tonpapier legen und leicht mit Bleistift umranden, ausschneiden. Ich habe extra keine Schablone dafür genommen, da es ja die Hand des eigenen Kindes sein soll
  • Rotes Tonpapier in der Hälfte knicken und ein halbes Herz am Falz beginnend aufzeichnen (also nicht auf der offenen Seite, sonst habt ihr nachher zwei Teile)


  • Normales Papier mit Gedicht beschriften lassen
  • Gedicht wie ein Fächer hin- und herfalten


  • Die eine Seite des Gedichtstreifens an  der Innenseite der Papierhand (da wo der Bleistift zu sehen ist) aufkleben
  • Die andere Seite des Gedichtstreifens auf die Herzinnenseite
  • Voilà, fertig ist das Gedicht mit individueller Verpackung. Keines sieht gleich aus :-)
  • Die weiße Hand kann dann außen noch verziert werden



Eine schöne Sammlung an Muttertagsgedichten gibt es zum Beispiel hier oder hier .
Ich habe das Geschenk mit meiner 1. Klasse in ca. 90 Minuten erstellt. 

Viel Spaß beim Basteln und Schenken! :-)

Welche Muttertagsgeschenke habt ihr denn mit euerer Klasse gezaubert?

Dienstag, 3. Mai 2016

Der Quatschlesewürfel

 
Lesen ist mir im Deutschunterricht gerade im Anfangsunterricht sehr wichtig. Hier muss die gute Basis gelegt werden, um spätere Schulprobleme, die mit schlechtem Lesen und Leseverständnis zusammenhängen, zu mindern oder gar zu vermeiden.
Um das Lesen motivierend zu halten, versuche ich daher immer wieder, neues Lesefutter auf die unterschiedlichste Art anzubieten. Eine Art stellen dabei für mich die Quatschlesewürfel da.

Ich schreibe mit Edding (da es besser hält als Whiteboardmarker und mit Nagellackentferner oder Waschbezin auch leicht wieder entfernbar ist) auf je einen Würfel ein Subjekt, ein Prädikat und ein Objekt:


Ich wähle die Worte dabei natürlich so, dass sie auch mit anderen Prädikaten einen grammatikalisch richtigen Satz bilden, aber eben lustige. Je besser die Kinder werden, umso mehr Satzbausteine kann ich noch dazunehmen, also z.b. Adjektive und Präpsitionen.

Die Kinder dürfen dann vor der Klasse je einen Würfel fangen, sich vor der Tafel aufstellen und den Satz zusammensetzen und vorlesen, jeder seinen Würfel. Das trainiert gleichzeitig den Satzbau. Dann wird der Würfel an den nächsten weitergegeben. Oder die Kinder dürfen die Würfel als Sternchenaufgabe nutzen und die selbstgewürfelten Quatschsätze in ihr Schreibheft schreiben. Die Kids lieben die Würfel sehr und nutzen sie immer wieder gerne.

Die tollen Würfel sind vorne drauf mit Plastik beschichtet und haben auch eine Einstecktasche um Karten hineinzustecken. Allerdings rutschen die immer raus beim Werfen oder Rollen, daher bei mir der Edding. Die Würfel gibt es hier bei Timetex.

Viel Spaß beim Ausprobieren und sonnige Grüße!

Montag, 2. Mai 2016

Sternenwörterjagd

Ich bin ja ein großer Fan von Spielen, die Spaß und Lernen miteinander verbinden. Damit das Erlernen des Wortschatzes und dazugehörigen Lauten auch spielerisch geübt und gefördert werden kann und ich die Arbeit am Schreiblernheft auch mal auflockern kann, habe ich zwei Vorlagen für das Spiel "Sternenwörter" entworfen. Ich habe es einfach mal so genannt, u.a. wegen den Spielfeldern in Sternenform :-)
Man braucht nur einen Würfel (am besten die Schaumstoffwürfelchen, macht weniger Krach), eine Spielfigur und das Spielfeld, entweder in einer Klarsichtfolie oder laminiert.




Die Kinder würfeln und wandern auf ein Sternenfeld. Zu dem entsprechenden Feld können sie dann
  • so viele Wörter mit dem Buchstaben sagen, wie ihnen einfallen
  • ein Wort mit dem Buchstaben sagen und sagen wo im Wort sich der Buchstabe befindet
  • ein Wort sagen und die Silben dazu klatschen
  • das längste Wort mit dem Buchstaben finden, das ihnen einfällt
  • im Wettstreit ein Wort mit dem Buchstaben finden, wer zuerst eines findet, hat gewonnen
  • immer ein Wort mit dem Buchstaben im An-, In- und Endlaut finden (schwer und nicht immer möglich!)
  • ein Wort mit dem Buchstaben finden und buchstabieren (in Klasse 1 nach Lautung, nicht nach Rechtschreibung)
Sternenwörter 1
Sternenwörter 2 

Und praktischerweise kann Frau oder Mann die Kinder nebenher ganz unbemerkt auch beim Mitspielen oder Umhergehen beobachten und sich Notizen machen zu Spielverhalten, Sozialverhalten, Frustrationstoleranz, Durchhaltevermögen, Kreativität und natürlich Deutschwissen wie Laute hören, Buchstabieren, Silben erkennen, Sprachschatz etc. Also haben alle Seiten gewonnen :-)

Viel Spaß beim Spielen und sonnige Grüße!

Kirschbaumkunst




Pünktlich zum (nun hoffentlich endlich) eintretenden Frühlingswetter haben wir in unserer Klasse auch die Kunst dem Frühling gewidmet. Es entstand ein Kirschblütenbaum mit Aquarelltechnik und Wattestäbchentechnik.
Dazu haben wir uns erst einmal einen Baum im Frühling genau angesehen: Äste, Zweige, Wurzeln sieht man unten auch, die Blüten und wo sie wachsen. Praktischerweise steht da auch ein knospender Baum direkt vor unserem Fenster, sodass man beim Malen auch noch ein reales Vorbild zum Abspickeln hat.

Zeitaufwand: 2x ca. 45 Minuten

Du brauchst:
  • Wasserfarbenkasten
  • Kittel
  • Zeitung zum Auslegen
  • Rundpinsel (dick und dünn)
  • Schulmalfarbe/Gouache-Farbe in Weiß
  • Wattestäbchen

Und so geht's:
  1. Tisch gut mit Zeitung abdecken, Malerkittel unbedingt anziehen, Farbkasten und dicksten Rundpinsel richten.
  2. Das Zeichenblockblatt mit dem größten Rundpinsel bis ca. zur Hälfte gut mit Wasser einpinseln, dass es förmlich schwimmt.
  3. Erst mit der Hellgrün des Farbkastens mit immer noch viel Wasser auf dem nassen Teil des Blattes verteilen, sodass es schön zerfließt. Dabei immer mehr Wasser als Farbe, sonst entsteht der Aquarelleffekt nicht so schön.
  4. Und um dem ganzen Struktur zu geben, durften dann mit der Dunkelgrün ein paar Tupfen hinzugegeben werden.
  5. Die Blätter trocknen lassen.
  6. Mit der Braun, wenig Wasser und dem kleinsten Rundpinsel einen Baum auf das Blatt malen, von den Wurzeln beginnend die äußeren Zweige, dann die Äste. Ich habe dazu den Baum nochmla an die Tafel gezeichnet, vor den Augen der Kinder.
  7. Nun mit Deckweiß (am besten Schulmalfarbe in kleine Töpfchen, für jeden Tisch eines) mit der Magenta aus dem Kasten zu Rosa vermischen.
  8. Die Wattestäbchen in die Rosa tauchen und dann kleine Tupfen als Blüten auf den Ästen des Baumes verteilen. 
  9. Fertig ist das Kunstwerk :)



Viel Spaß beim Malen und sonnige Grüße!